Aladdin goes tiny – Kapitel I

Beim König

Da ihr weiterlest, nehme ich an, dass ihr „Aladdin“ schon angeschaut habt.
Vor 8 Jahren hat Aladdin Jasmin (Jasi) geheiratet und ist Prinz geworden. Damals hatte er noch einen kleinen fliegenden Teppich, jetzt ist er groß – aber davon erzähle ich später.
Also … fangen wir vor acht Jahren an: Jasi beschloss das Leben als Prinzessin aufzugeben. Sie hastete durch die tausend Gänge des Schlosses, schaute mal da hinein, mal dort und rief nach Aladdin. Endlich hatte sie ihren Mann gefunden. Er war in einem der Nebenzimmer und schaute in den Spiegel.
„Aladdin!“, rief Jasi.
Aladdin erschrak und drehte sich um. „Ah Jasmin, was tust du hier? Und in einem so be–“
„Aladdin!“, rief Jasmin, „bleib bei der Sache! Ich habe einen Beschluss gefasst.“
Aladdin war nun ganz Ohr. „Welchen denn?“
Jasmin holte tief Luft. „Ich werde ausziehen!“
Aladdin fiel die Kinnlade runter.
„Du kommst natürlich mit!“, beeilte sich Jasi zu sagen. Sie schnappte ihn am Ärmel und zog ihn von seinem Spiegelbild weg.
Sie schritten die Gänge entlang: Jasmin erzählend, Aladdin noch immer geschockt.
„Also, jetzt bitte mal ganz von vorn“, bat Aladdin. „Und langsam.“
„Und fang endlich an!“, forderte er.
„Würde ich ja, aber du lässt mich nicht! Also, mein Plan lautet so: Wir fliegen nach Moschuskososaruno, um –“
„Du meinst Moschuskaasaliuskunolus, da wo die fliegende Wolle hergestellt wird? Aber was wollen wir denn dort?“
„So oder so, wir fliegen da hin und kaufen uns 50 Pfund dieser Wolle. Und damit –“
Da unterbrach Aladdin Jasi schon wieder. „Warum nur 50 Pfund? Wir sind doch reich! Noch. Wie auch immer, wir könne uns doch mehr leisten!“
„Hör auf mich ständig zu unterbrechen!!!“, schrie Jasmin. „Sonst raste ich aus!!!“
„Bist du doch schon“
„Grrrrrrrrrrrrrrrr!“
„Schon gut, schon gut.“ Aladdin hob schützend die Arme.
„Also noch mal“, fing Jasmin zum 10. Mal an. „Mit der Wolle weben wir den Teppich größer. Dann bauen wir eine Mauer mit Tür um den Teppich. Wir richten den neu gebauten, fliegenden Raum ein und – voila – können wir einziehen!“
„Na dann los! Bauen wir, fliegen wir!“ Aladdin ging voller Tatendrang los.
„Halt, wir müssen erst zum König!“, rief ihm Jasmin hinterher.
Aladdin kam zurück. Plötzlich sah er gar nicht mehr so happy aus.
„Hey, was ist denn?“ Jasmin legte einen Arm um Aladdin.
„Was, wenn uns dein Vater die Reise nicht erlaubt?“ Aladdin sah wirklich traurig aus.
Jasmin nahm den Arm wieder weg. „Na wenn’s nur das ist! mein Vater schlägt mir keinen Wunsch ab!“
Aladdins Gesicht hellte sich auf.
„Dann ab zum König!“